Ecosia = Surfen und Bäume pflanzen

Was für eine schöne Idee!

Wir surfen ständig im Internet, beruflich oder privat. Unser Wissensdurst ist unersättlich und jetzt können wir auch noch so ganz nebenbei etwas Gutes damit verbinden:

Bäume pflanzen!

Ohne die Gartenhandschuhe anzuziehen oder den Spaten aus der Garage zu holen, die Finger bleiben auf der Tastatur und nicht in der Gartenerde.

Was dann?

Benutzt die Suchmaschine Ecosia. Sie pflanzt über ihre Werbeeinnahmen Bäume für uns alle auf der ganzen Welt.

Bereits heute (30.09.2017) wurden schon 12.000.000 Bäume über Werbung finanziert und gepflanzt.

Links zu Ecosia:

Also, immer neugierig bleiben und weiter suchen, so wird unser Planet auch wieder grüner!

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Meine schönste Krise, Teil 2

Vielleicht schreibe ich doch mal ein Buch.

Den Gedanken trage ich jetzt schon länger mit mir herum. Eigentlich schon bevor alles begann und die Krise noch gar nicht vorhanden war oder ich sie einfach noch ausblenden konnte. Mann, KindeR, Job, das alte Haus, die alte Schwiegermutter, – alles ruft nach mir und ich stelle mich immer artig hinten an, das gehört einfach irgendwann bestraft.

Jetzt ist schon ein bisschen Zeit vergangen und ich stecke wieder in mir drin, habe gelernt wieder zu lachen und bin nicht mehr so schnell überfordert. Meine Kraft ist immer noch nicht ganz wieder da. Mein Körper gibt mir die Energie nur ganz dosiert, was vielleicht auch gut ist, sonst wäre ich schnell wieder so ausgepowert.

Mein Wunsch, eine Auszeit zu nehmen und eine Reha zu machen, ist schon im Schwinden. Eigentlich möchte ich schon nicht mehr zurück in die Zeit und alles wieder aufarbeiten, was mir schon klar ist und ich jetzt wieder in der Lage bin, zu meistern.

Vielleicht gibt mir meine eigene Stärke, die notwendige Kraft, mich wieder auf die Beine zu stellen. Meine eigenen Tricks und Werkzeuge aus dem Loch heraus zu kommen oder im besten Fall erst gar nicht dahinein zu fallen.

Ich merke jetzt mittlerweile ganz zaghaft, dass ich wieder mit mir ins reine komme.

Daraus schöpfe ich wirklich mehr, als wenn ich die professionelle Hilfe anderer angenommen hätte.

Ich bin wieder da!

Welche Werkzeuge haben mir denn geholfen?

Kann ich ein Rezept für andere ableiten?

Vielleicht gibt es eine generelle Sicht, die man trainieren kann und die heißt: mein Glas ist immer halb voll!

Ich suche mir gezielt schöne und mich entspannende Eindrücke und bewerte sie auch so.

Jeder Tag muss mindestens so einen Moment haben, den ich entweder entdecke oder so ganz bewusst konstruiere, dass ich sagen kann: das ist aber schön!

Hört sich so banal an, ist aber für mich der Schlüssel zum Optimismus oder die Schwimmweste gegen das Ertrinken.

Was kann den so schön sein, das ich mich dafür begeistere?

Meine Katze!

Eine kleine grau-Weise Britisch-Kurzhaarkatze, die wir seit 4 Jahren bei uns haben. „Der einzige Mensch, über den ich mich nicht aufregen kann“! Die mich immer wieder fasziniert und rührt, die mich entspannt, wenn ich sie nur betrachte. Ein Seelenbalsam auf vier Pfoten.

Lange erkämpft aber um so unbeschreiblich wirkungsvoll, dass sich die Diskussion um alle Vorbehalte auch gelohnt hat.

Ihr Tag ist so herrlich strukturiert in schlafen, putzen, spielen, fressen und das letzte ist auch ihre liebste Beschäftigung. Sie bringt uns alle auf den Boden und in ihrer Kleinheit ist sie doch die Größte in punkto Aufmerksamkeit erhaschen.

Ein Blick ins Grüne:

Augenpause, Seelenkur. Einfach dasitzen und nach draußen schauen und abschalten. Den Wind in den Blättern rascheln hören, einer Biene mit den Augen nachspüren; die Finger in die Blumenerde graben oder mit der Astschere hier und da wildes Wachsen in schlankere Bahnen lenken. Und dann hinterher begutachten, was man angestellt hat.

Spazieren gehen, aufmerksam sein für sich und andere, auf dem Fahrrad fahren und den Wind durch die Haare flattern lassen, mit einem Urlaubsglück und neuen Augen ganz Bekanntes betrachten, ein gutes Essen und ein noch besseres Glas Wein trinken, Nein sagen, ein Mittagsschläfchen ohne schlechtes Gewissen…
Vielleicht schreibe ich doch noch mein Buch. Ich habe ja schon verschiedene Anfänge angedacht. Wovon es handelt? Von meinem Alltag, meiner Familie und mir!

Mal sehen…

Aufräumen!

Heute wird aufgeräumt! Bei dem Wetter bleibt einem nur der Blick in den Schrank und die Lust auf aussortieren und neu ordnen. Und mit jedem Stück von dem ich mich trenne, werfe ich Ballast ab und werde leichter. Und, das ist das Schönste, endlich ist wieder Platz für ein paar neue Sachen!

Also, los und ab mit dem Müllsack und ran an den Schrank!

Wie geht es dir?

Was soll man sagen auf so eine Frage?

Was willst du hören? Alles, die ganze Geschichte. Nur ganz knapp, nur die guten Neuigkeiten? Oder willst du es gar nicht wissen? Oder ist die Frage ist die Antwort, mit der du dich selbst beruhigst?

GUT, DANKE!

Verschone mich bloß mit dieser Frage, die kann ich mir fast selbst nicht beantworten.

 

burn on – burn out

[Di.] Meine schönste Krise:

Er hatte burn-out, war einfach zusammen geklappt und konnte nicht mehr. Als ich es hörte, dachte ich: Das Weichei! Ich bin auch viel zu belastet, aber so schwach bin ich nicht!

Was ich nicht wusste, war, meine schönste Krise hatte schon lange begonnen und ich steckte mittendrin. Jetzt nach fünf Wochen mit der Gewissheit, dass viel zu lange viel zu viel falsch mit mir gelaufen war, stehe ich immer noch verwundert und erschrocken neben mir und suche die, die ich mal war (oder vorgegeben hatte zu sein).

Ein Typ zum Pferde stehlen; nur, dass ich immer anderen nachsagte, sie würden die Pferde gar nicht sehen, die ich stehlen könnte! Eine Perfektionistin, die die Spülmaschine erst wieder neu einräumt, weil Tochter, Sohn, Mann sie nicht richtig bestückt hatten. Die alles so hinrückt, wie sie es sehen will! Oh, das tut weh, weil man sich für so gut hielt und auch gut war und auch wieder gut sein wird? Naja, schaun wir mal. Im Moment ist der Job weit weg. Die Themen, die ich mag, sind andere: ich räume auf! Bildlich und auch stellvertretend für andere Plätze in meinem Leben, die dringend beackert werden müssten, sortiere ich Krawatten, putze Fenster mit Leidenschaft, ordne Gewürze auf dem Regal, räume und sichte die Wintergarderobe. Alles, bloß keine Job-Themen!

Nur irgendwann muss ich wieder ran. Dazu war der Job zu gut und auch zu gut bezahlt. Aber wie stelle ich es an?

Plan A: Ich gehe zurück und stelle mich gelähmt, taub und blind. Das machen schon manche, das geht.

Plan B: Ich gehe zurück und mache weiter, nur besser und lande wahrscheinlich nach einem halben Jahr wieder da, wo ich vor fünf Wochen begonnen habe meine schönste Krise zu erleben, auf meinem Wohnzimmer-Teppich.

Plan C: habe ich noch nicht. Vielleicht hätte ich doch den Teeladen, der aus Altersgründen zum Verkauf stand, kaufen sollen?

Habe ich aber nicht und jetzt gehe ich erst einmal meine Terrasse wischen, das macht mich zur Zeit am meisten glücklich…

Vorsaison

Blick auf das Watt

Der Strand ist noch leergefegt; keine Strandkorbherde, die zeigt: hier wird geurlaubt, erholt, relaxt! Vorsaison auf Sylt, eine Zeit, die leider zu kurz ist, aber vielleicht ist das auch ihr besonderer Reiz.

Frühlings-Kuren auch für die Häuser. Wir wohnen im Kapitänshaus a.D. in List. Hier strahlt alles friesich frisch und man fühlt sich fast in LongIsland, wenn die Morgensonne durch die großen Fenster, die hellen blau-weiß gehaltenen Räume durchflutet. Die Lieblingsbrötchen vom Bäcker Michel auf dem Tisch, ein starker Schwarztee in der Tasse. Wir stärken uns für die Rad-Tour in Daunenjacken und Mütze und für den Abend planen wir Gosch, ist ja in angenehmer Nähe.

Wir fahren mit dem Rad nach Keitum, vorbei an stillen Straßen in Kampen. Samstags Nachmittags und kein Mensch zu sehen, der gesehen werden will. Wir machen eine Pause vor der Kurverwaltung, die sich auch noch ausruht. Hier ist die Inselluft noch gut, keine Wagenkolonne schiebt sich durch das reiche Dorf. Stille Tage auf Sylt.

Die Insel erwacht aus der Winterstarre, Krokusse blühen in den Bauerngärten von Keitum zwischen den noch braunen und struppigen Syltrosen. Wann sind wir so ungestört durch Keitum geradelt? Ein Holzhase reckt sich im bunt bepflanzten Blumenkasten und sagt uns, bald geht es richtig los. Wie schön, und schöner noch, wir sind dabei, wie alles erwacht!

Erwacht ist auch schon die Sansibar oder besser, sie schläft wohl nie. Unvergleichlich, wir sitzen den Nachmittag über im Sand, es gibt die erste Erdbeer-Bowle der Saison für mich, fast wie Geburtstag. Noch ein kleiner Schwenk zum Wasser, dort nur wenige Meter weiter holt uns der frische, kalte Wind fast aus den Schuhen.Vorsaison auf Sylt, für See-Fans genau der richtige Start!

[syl & t]

mehr wollen

ich will mehr, als nur:

  • reagieren
  • umstrukturiert werden
  • warten
  • mich ducken
  • mich beherrschen
  • taktieren
  • entäuscht werden

ich will:

  • gestalten können
  • starten
  • zuständig sein
  • wieder Spaß an dem haben, was ich tue
  • mich auf den Arbeitstag freuen